Während der hessische Lehrplan in Mathematik kaum auf den Einsatz von Computern, programmierbaren Taschenrechnern im Unterricht eingeht, erstellt das hessische Kultusministerium für seine Abschlussprüfungen tatsächlich 3 verschiedene Klausuren
- Klausuren für Klassen, welche im Unterricht mit grafikfähigen Taschenrechnern gearbeitet haben
- Klausuren für Klassen, welche ein CAS System verwendet hatten
- und natürlich auch noch solche, welche mit handelsüblichen, nicht Programmierbaren Taschenrechnern lösbar sind
Nach meinem Eindruck unterscheiden sich die 3 Klausuren nur in wenigen Punkten, die meisten Aufgaben aus den Kategorien 1 und 2 lassen sich mit einem gewöhnlichen Taschenrechner durchaus lösen, nur wäre das ein wenig zu zeitintensiv für eine Abituraufgabe. Vielleicht vergleiche ich 2 solche Aufgaben ein in einem anderen Beitrag..
Da ich jedes Jahr abiturvorbereitende Kurse anbiete, habe ich einen gewissen Überblick. Bislang war noch kein Schüler in einem solchen Kurs, der im Unterricht mit CAS oder auch nur mit einem grafikfähigen Taschenrechner (GTR) gearbeitet hätte.
Ich vermute, daß der Einsatz von “modernen” Taschenrechnern oder gar von Computern im Mathematikunterricht zur Zeit eine absolute Randerscheinung im täglichen Unterricht ist (sonst müßte mir ja mal ein Schüler über den Weg gelaufen sein, der mit GTR oder CAS gearbeitet hat). Genauere Zahlen sollte das Kultusministerium haben, leider bin ich auf der unübersichtlichen Webseite des HKM nicht fündig geworden.