Literatenmelu startete in ihrem Blog eine kleine Kampagne “mehr Bildung in Blogs“  und stellte dafür einige Fragen, welche ich hier gerne beantworte:

Eigene Schulzeit:

Am meine Zeit in der Mittelstufe habe ich durchwachsene Erinnerungen. Dem Unterricht konnte ich ganz gut folgen, mir hat es eigentlich immer Spaß gemacht  zu lernen. Den Klassenverband empfand ich allerdings ziemlich stressig. In der Oberstufe, mit Auflösung des Klassenverbandes, hat mir Schule mehr Spaß bereitet.

Medien in der Schule zu meiner Schulzeit

Tafel und Kreide. Hat immerhin den Vorteil, das Entstehen des sachverhaltes direkt sehen zu können. Das Tafelbild wurde anschließend ins Schulheft übertragen (bei mir mehr schlecht als recht, glücklicherweise habe ich zumeist schon in der Schule verstanden, was der Lehrer vermitteln wollte).

Manchmal wurden auch Arbeitsblätter ausgeteilt, oft wurde natürlich auch auf die Schulbücher zurückgegriffen. Selten führte der Lehrer auch ein Video vor (VHS).  Computer gab es zu Recht nur im EDV Unterricht, Internet gab es noch lange nicht, einmal habe ich (IIRC) eine Hausarbeit mit dem Rechner geschrieben (freiwillig).

Medien im Unterricht

Ein ordentlicher Umgang mit den modernen Medien gehört heute (wie auch damals) sollte zu den Bildungszielen an allen Schulen gehören. Aus “dem  Internet” kann heute jeder wunderbar Informationen beziehen. Daher sollte vermittelt werden, wie man Informationen findet. Insbesondere für Schüler ist es wichtig, Informationsquellen zu finden, welche sowohl richtig, als auch für Schüler verständlich sind. Natürlich sollte der Schüler irgendwann auch in der Lage sein, diese Informationen auch bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit einzuschätzen.

Die Ausstattung von Klassenräumen mit Computern oder Laptops wird meines Erachtens bildungspolitisch weit überschätzt. Zunächst muss klar sein, wozu man das überhaupt sinnvoll verwenden will.

In den klassischen Unterricht ließe sich meines Erachtens am einfachsten eine digitale Tafel integrieren (damit will cih ein wenig experimentieren).Der Schüler könnte zu Hause in Ruhe das in der Schule gehörte noch einmal nachvollziehen.

Ob sich in den Schulen Lernplattformen wie Moodle durchsetzen werden (und damit auch die Integration von Wikis, Blogs und Online Lernpfaden in den Unterricht) wird sich erst noch herausstellen müssen.

Online Nachhilfe

Ein Online Nachhilfelehrer müßte das gleiche machen wie ein normaler Nachhilfelehrer, und müsste natürlich auch ähnlich qualifiziert sein, und auch noch mit Grafiktablett und der Videokamera umgehen können. Auch wenn der Nachhilfelehrer und Schüler eine gemeinsame Plattform (softwaretechnisch) finden, und keine Zeit mit irgendwelchen technischen Problemen vergeuden, ist das lernen dort maximal so effizient wie ein Besuch beim (gleichen) Nachhilfelehrer.

Der Vorteil für den Schüler und Lehrer erschöpft sich somit in die Tatsache, dass der Anfahrtsweg wegfällt und zu Hause gelernt /gelehrt  werden kann.